Wir wollen Menschen
wieder auf die Beine bringen.
Wir wollen Menschen wieder auf die Beine bringen.
Kostengünstige Prothesen für Entwicklungsländer
Manchmal beginnt ein spannendes Gespräch mit einer technischen Vor-
führung – und endet bei einer Frage, die weit über die Orthopädietechnik hinausgeht.
Als Eduardo Luis Sotelo Meza, Mitbegründer von HORUS Prosthetics, uns 2025 in unserer Werkstatt in Köln besuchte, stellte er zunächst sein digitales Verfahren zur Schaftmessung vor. Schnell entwickelte sich daraus jedoch ein intensiver Austausch über die Art der weltweiten Prothesenversorgung.
Die zentrale Frage lautete:
„Wie schaffen wir es, dass Mobilität kein Privileg bleibt?“
Nach diesem ersten Treffen wurde es zunächst ruhig. Umso größer war die Freude, Eduardo auf der OTWorld in Leipzig wiederzusehen. Dort
knüpften wir genau dort an, wo unser erstes Gespräch geendet hatte.
Was uns dabei besonders beeindruckte, war nicht nur sein technisches
Know-how, sondern vor allem seine Leidenschaft. Selten trifft man Menschen, die mit so viel Überzeugung daran arbeiten, eine Versorgungslücke zu schließen, von der Millionen Menschen betroffen sind.
Eine persönliche Geschichte mit großer Wirkung
Eduardo stammt aus Peru und kam mit 19 Jahren nach Deutschland, um Mechatronik in Berlin zu studieren. Dort begegnete er zum ersten Mal einem Prothesenträger.
Für viele von uns ist das nichts Ungewöhnliches. Für Eduardo war es ein Schlüsselmoment.
Er fragte sich, warum moderne Prothesen in Deutschland selbstverständlich sind, während in seinem Heimatland unzählige Menschen nach einer Amputation niemals versorgt werden. Schätzungen zufolge leben dort neun von zehn Betroffenen ohne Prothese. Nicht, weil sie keine benötigen, sondern weil sie keinen Zugang dazu haben.
Aus dieser einfachen, aber tiefgreifenden Frage entstand Jahre später HORUS Prosthetics.

Technik als Mittel zum Zweck
HORUS entwickelt keine teuren High-End-Prothesen.
Das Ziel knüpft woanders an.
Eduardo und sein Team möchten Menschen wieder auf die Beine bringen – schnell, zuverlässig und zu Kosten, die auch in Entwicklungs- und Schwellenländern realistisch sind.
Dafür setzt HORUS auf einen digitalisierten Fertigungsprozess. Mithilfe digitaler Vermessung, 3D-Modellierung und moderner Fertigungstechnologie entstehen individuelle Prothesenschäfte innerhalb weniger Tage. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, die Vermessung künftig sogar per Smartphone zu ermöglichen. Langfristig soll dadurch eine Versorgung auch dort möglich werden, wo es keine orthopädietechnischen Werkstätten gibt.

Eduardo spricht häufig davon, deutsches Orthopädiehandwerk zu digi-
talisieren – nicht, um das Handwerk zu ersetzen, sondern um jahrzehnte-
lange Erfahrung dort nutzbar zu machen, wo qualifizierte Orthopädie-techniker fehlen.
Hilfe, wo sie wirklich gebraucht wird
Heute profitieren bereits Menschen in Peru, Guatemala, Ecuador und Bolivien von diesem Versorgungskonzept.
Auch in der Ukraine war HORUS mit einer mobilen Werkstatt unterwegs. Menschen, die unter normalen Umständen monatelang auf eine Versorgung hätten warten müssen, konnten innerhalb weniger Stunden versorgt
werden. Gleichzeitig schulte das Team lokale Fachkräfte und stellte die
notwendige Technik dauerhaft vor Ort zur Verfügung.
Das zeigt uns, dass Innovation nicht nur aus neuer Technologie besteht.
Es bedeutet auch, Wissen weiterzugeben und Strukturen aufzubauen, die
langfristig funktionieren.

Was uns als LENTES bewegt
Natürlich unterscheidet sich unsere tägliche Arbeit grundlegend von den Herausforderungen in Peru oder anderen Ländern mit begrenzter medizinischer Infrastruktur.
Wir arbeiten in einem Gesundheitssystem, das eine qualitativ hochwertige
und individuell angepasste Prothesenversorgung ermöglicht. Dabei wissen
wir aber auch: Eine gute Versorgung entsteht nicht allein durch moderne Technik. Sie lebt von Erfahrung, handwerklichem Können, einer sorgfälti-
gen Schaftgestaltung und der engen Begleitung unserer Kund*innen.
Deshalb sehen wir die Arbeit von HORUS nicht als Alternative zur klassischen Orthopädietechnik, sondern als einen mutigen und durchdachten Ansatz für Regionen, in denen herkömmliche Versorgungsstrukturen schlicht nicht vorhanden sind.
Eduardo möchte nicht beweisen, dass digitale Verfahren besser sind als
traditionelles Handwerk. Sein Ziel ist viel tiefgeifender: Menschen wieder
Mobilität und damit ein Stück Selbstständigkeit zurückzugeben.
Sein Leitsatz bringt diese Haltung auf den Punkt:
„Wir möchten die Menschen einfach wieder Laufen lassen.“
Ein Satz, der so einfach klingt – und doch beschreibt, worum es in unse-
rem Beruf letztlich immer geht.
Mehr als eine Begegnung
Eduardos Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass deutsche Ingenieurskunst, digi-
tales Denken und soziales Engagement gemeinsam etwas bewegen kön-
nen – weit über Landesgrenzen hinaus.
Wir wünschen Eduardo mit allen Mitstreitern, Partnern wie Sponsoren größtmöglichen Erfolg für die Mission, Menschen wieder auf die Beine zu bringen!

Bilder: ©HORUS Prosthetics
Titelbild: ©Stefan Schu
Kostengünstige Prothesen für Entwicklungsländer
Manchmal beginnt ein spannendes Gespräch mit einer technischen Vorführung – und endet bei einer Frage, die weit über die Orthopädietechnik hinausgeht.
Als Eduardo Luis Sotelo Meza, Mitbegründer von HORUS Prosthetics, uns 2025 in unserer Werkstatt in Köln be-
suchte, stellte er zunächst sein digitales Verfahren zur Schaftmessung vor. Schnell entwickelte sich daraus jedoch ein intensiver Austausch über die Art der weltweiten Prothesenversorgung.
Die zentrale Frage lautete:
„Wie schaffen wir es, dass Mobilität kein Privileg bleibt?“
Nach diesem ersten Treffen wurde es zunächst ruhig. Umso größer war die Freude, Eduardo auf der OTWorld in Leipzig wiederzusehen. Dort knüpften wir genau dort an, wo unser erstes Gespräch geendet hatte.
Was uns dabei besonders beeindruckte, war nicht nur sein technisches Know-how, sondern vor allem seine Leidenschaft. Selten trifft man Menschen, die mit so viel Überzeugung daran arbeiten, eine Versorgungslücke zu schließen, von der Millionen Menschen betroffen sind.
Eine persönliche Geschichte mit großer Wirkung
Eduardo stammt aus Peru und kam mit 19 Jahren nach Deutschland, um Mechatronik in Berlin zu studieren. Dort begegnete er zum ersten Mal einem Prothesenträger.
Für viele von uns ist das nichts Ungewöhnliches. Für Eduardo war es ein Schlüsselmoment.
Er fragte sich, warum moderne Prothesen in Deutschland selbstverständlich sind, während in seinem Heimatland unzählige Menschen nach einer Amputation niemals versorgt werden. Schätzungen zufolge leben dort neun von zehn Betroffenen ohne Prothese. Nicht, weil sie keine benötigen, sondern weil sie keinen Zugang dazu haben.
Aus dieser einfachen, aber tiefgreifenden Frage entstand Jahre später
HORUS Prosthetics.
Eduardo (Mitte) mit erfolgreich versorgten Patienten in Peru
Technik als Mittel zum Zweck
HORUS entwickelt keine teuren High-End-Prothesen. Das Ziel knüpft wo anders an.
Eduardo und sein Team möchten Menschen wieder auf die Beine bringen – schnell, zuverlässig und zu Kosten, die auch in Entwicklungs- und Schwellenländern realistisch sind.
Dafür setzt HORUS auf einen digitalisierten Fertigungsprozess. Mithilfe
digitaler Vermessung, 3D-Modellierung und moderner Fertigungstechnologie entstehen individuelle Prothesenschäfte innerhalb weniger Tage. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, die Vermessung künftig sogar per Smartphone zu ermöglichen. Langfristig soll dadurch eine Versorgung auch dort möglich werden, wo es keine orthopädietechnischen Werkstätten gibt.
Digitale Fertigungsprozesse = kostengünstige Lösungen
Eduardo spricht häufig davon, deutsches Orthopädiehandwerk zu digitalisieren – nicht, um das Handwerk zu ersetzen, sondern um jahrzehntelange Erfahrung dort nutzbar zu machen, wo qualifizierte Orthopädietechniker fehlen.
Hilfe, wo sie wirklich gebraucht wird
Heute profitieren bereits Menschen in Peru, Guatemala, Ecuador und Bolivien von diesem Versorgungskonzept.
Auch in der Ukraine war HORUS mit einer mobilen Werkstatt unterwegs. Menschen, die unter normalen Umständen monatelang auf eine Versorgung hätten warten müssen, konnten innerhalb weniger Stunden versorgt werden. Gleichzeitig schulte das Team lokale Fachkräfte und stellte die notwendige Technik dauerhaft vor Ort zur Verfügung.
Das zeigt uns, dass Innovation nicht nur aus neuer Technologie besteht.
Es bedeutet auch, Wissen weiterzugeben und Strukturen aufzubauen, die langfristig funktionieren.
Eduardo (rechts) bei einer Versorgung in seinem Heimatland
Was uns als LENTES bewegt
Natürlich unterscheidet sich unsere tägliche Arbeit grundlegend von den Herausforderungen in Peru oder anderen Ländern mit begrenzter medizinischer Infrastruktur.
Wir arbeiten in einem Gesundheitssystem, das eine qualitativ hochwertige und individuell angepasste Prothesen-versorgung ermöglicht. Dabei wissen wir aber auch: Eine gute Versorgung entsteht nicht allein durch moderne Technik. Sie lebt von Erfahrung, handwerklichem Können, einer sorgfältigen Schaft-gestaltung und der engen Begleitung unserer Kund*innen.
Deshalb sehen wir die Arbeit von HORUS nicht als Alternative zur klassischen Orthopädietechnik, sondern als einen mutigen und durchdachten Ansatz für Regionen, in denen herkömmliche Versorgungsstrukturen schlicht nicht vorhanden sind.
Eduardo möchte nicht beweisen, dass digitale Verfahren besser sind als
traditionelles Handwerk. Sein Ziel ist viel tiefgeifender: Menschen wieder
Mobilität und damit ein Stück Selbstständigkeit zurückzugeben.
Sein Leitsatz bringt diese Haltung auf den Punkt:
„Wir möchten die Menschen einfach wieder Laufen lassen.“
Ein Satz, der so einfach klingt – und doch beschreibt, worum es in unserem Beruf letztlich immer geht.
Mehr als eine Begegnung
Eduardos Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass deutsche Ingenieurskunst, digi-
tales Denken und soziales Engagement gemeinsam etwas bewegen kön-
nen – weit über Landesgrenzen hinaus.
Wir wünschen Eduardo mit allen Mitstreitern, Partnern wie Sponsoren größtmöglichen Erfolg für die Mission, Menschen wieder auf die Beine zu bringen
Peruanische Paralympioniken mit gesponsorten HORUS-Versorgungen
Bilder: ©HORUS Prosthetics
Titelbild: ©Stefan Schu
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