„REISEN MIT PROTHESE“

WENN AUS EINER VERSORGUNG MÖGLICHKEITEN ENTSTEHEN

Wenn mir das jemand vor 13 Jahren
im Krankenhaus gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt.

Wenn mir das jemand vor 13 Jahren im Krankenhaus gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt.

REISEN MIT PROTHESE

Wenn aus einer Versorgung Möglichkeiten entstehen

Reisen bedeutet Freiheit, Abenteuer und neue Erfahrungen.

Viele Prothesenträger*innen haben vor einem Urlaub Fragen und Ängste:
„Wie funktioniert das beim Fliegen?“, „Was passiert bei Hitze oder langen
Ausflügen?“ oder „Was mache ich, wenn die Prothese im Urlaub ausfällt?“
Diese Fragen und Sorgen haben wir zum Anlass genommen, ein
wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Grundsätzlich hilft eine gute Vorbereitung dabei, böse Überraschungen zu
vermeiden. Natürlich kann trotzdem immer etwas passieren – dann heißt
es: Ruhe bewahren. Es findet sich immer eine Lösung.

Unser Kunde Steven, der vor Kurzem auf einer Reise durch 11 Länder
war, berichtet von seinen höchstpersönlichen Erfahrungen. Was er erlebt
hat, wie viel mit den richtigen Prothesen möglich ist und welche Tipps er
anderen Betroffenen geben kann, lest ihr hier.

Sportlich: 11 Länder in 14 Tagen –
mit Prothese durch die Karibik und Mittelamerika

Steven war gemeinsam mit seiner Frau zwei Wochen lang auf Kreuzfahrt
in der Karibik und Mittelamerika unterwegs. Für ihn als beidseitig betroffenen
Anwender (Knieexartikulation links, Unterschenkelamputation
rechts) war das eine besondere Erfahrung – im positiven Sinne.

In nur 14 Tagen bereiste er 11 Länder.
Mit auf der Agenda standen unter anderem: Regenwald, Maya-Tempel,
Schnorcheln, Sandbänke, lange Busfahrten und tropisches Klima.

„Ich hatte gefühlt keine Einschränkungen. Kein einziges Mal das Gefühl,
etwas verpassen zu müssen.“ so Steven.

Da es für Steven das erste Mal war, eine so weite Reise mit Prothesen
zu unternehmen, war eine Kreuzfahrt für ihn ein „sicherer Hafen“. Statt
ständig Hotels wechseln oder Koffer transportieren zu müssen, blieb das
Schiff die zentrale Basis für Tagesausflüge aufs Festland.

Steven beim Aufstieg zum Puma-Wasserfall
Steven beim Aufstieg zum Puma-Wasserfall

Dabei spielte für ihn auch der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Im Notfall hätte Steven direkt medizinische Versorgung an Bord erhalten. Zudem waren die Wegstrecken insgesamt kürzer und Pausen jederzeit möglich – bei gleichzeitigem Komfort, jeden Tag neue Orte entdecken zu können.

Reisen mit Prothese im Flugzeug

Das Reisen mit Prothese – besonders beim Fliegen – kann manchmal
stressig sein. Deshalb ist eine gute Vorbereitung besonders wichtig.

Ein praktischer Tipp aus Stevens Reiseerfahrungen lautet:

„Kurze Hose tragen.“

Was zunächst witzig klingt, erleichterte ihm vieles. Sicherheitskontrollen
verliefen oft unkomplizierter, das An- und Ausziehen der Prothesen war
einfacher und Mitreisende sowie das Personal reagierten meist sehr hilfsbereit.

Gerade bei einem elfstündigen Flug nach Jamaika war das für ihn ein
echter Komfortgewinn, berichtet Steven.

Außerdem empfiehlt Steven, wenn möglich mehr Beinfreiheit zu buchen,
sich während des Fluges regelmäßig zu bewegen und bei Bedarf die Prothesen zeitweise auszuziehen.

Hitze und Strand –
funktioniert das überhaupt?

Eine der größten Fragen vieler Betroffener betrifft Wasser, Sand und tropisches Klima.

Beim Schnorcheln
Beim Schnorcheln

Stevens Erfahrung:
„Meine beidseitige Versorgung hat Salzwasser, Sauna, Regenwald-Hitze
und lange Ausflüge problemlos mitgemacht.“

Ob Schnorcheln in Belize, Begegnungen mit Stachelrochen auf den Cayman Islands, Katamaran-Touren auf Barbados oder einfach entspanntes Chillen am Strand – die Versorgung hielt allen Belastungen stand.
In Belize testete Steven erstmals den „Gehen-im-Wasser“-Modus seines
Genium X4-Gelenks beim Schnorcheln im offenen Meer – und war begeistert.

Sein Fazit:
„Ab diesem Moment war klar: Bei jedem weiteren Stopp wird geschnorchelt – mit Prothesen.“

Bleibende Momente

Neben den technischen Erfahrungen beschreibt Steven vor allem emotionale Momente. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Maya-Tempel in Mexiko:


„Ich wollte schon so lange die Maya-Tempel sehen. Und trotz Behinderung, trotz Prothesen, bin ich durch den Dschungel gelaufen und habe mir den lieben langen Tag die Tempel angeschaut.“

Steven vor den Maya-Tempeln
Steven vor den Maya-Tempeln

Ebenso prägend war die Wanderung im Regenwald von Costa Rica: 350
Stufen bergauf bis zum Puma-Wasserfall. Anstrengend, schweißtreibend
– aber machbar.

„Wenn mir das jemand vor 13 Jahren im Krankenhaus gesagt hätte, ich
hätte es nicht geglaubt.“

Was mit der richtigen Versorgung
möglich ist

Stevens Reise zeigt eindrucksvoll, dass eine Prothese nicht bedeutet,
auf Freiheit, Abenteuer, Fernreisen oder spontane Erlebnisse verzichten
zu müssen. Entscheidend ist eine Versorgung, die individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt ist und sowohl im Alltag als auch unter besonderen Belastungen zuverlässig funktioniert.

Wir bedanken uns herzlich bei Steven für das Teilen seiner persönlichen
Reiseerfahrungen!

Sein Bericht zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Selbstbewusstsein, Technik, Versorgung und Vertrauen zusammenkommen.

REISEN MIT PROTHESE

Wenn aus einer Versorgung Möglichkeiten entstehen

Reisen bedeutet Freiheit, Abenteuer und neue Erfahrungen.

Viele Prothesenträger*innen haben vor einem Urlaub Fragen und Ängste:
„Wie funktioniert das beim Fliegen?“, „Was passiert bei Hitze oder langen
Ausflügen?“ oder „Was mache ich, wenn die Prothese im Urlaub ausfällt?“
Diese Fragen und Sorgen haben wir zum Anlass genommen, ein
wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Grundsätzlich hilft eine gute Vorbereitung dabei, böse Überraschungen zu
vermeiden. Natürlich kann trotzdem immer etwas passieren – dann heißt es: Ruhe bewahren. Es findet sich immer eine Lösung.

Unser Kunde Steven, der vor Kurzem auf einer Reise durch 11 Länder war, berichtet von seinen höchstpersönlichen Erfahrungen. Was er erlebt
hat, wie viel mit den richtigen Prothesen möglich ist und welche Tipps er
anderen Betroffenen geben kann, lest ihr hier.

Sportlich: 11 Länder in 14 Tagen – mit Prothese durch die Karibik und Mittelamerika

Steven war gemeinsam mit seiner Frau zwei Wochen lang auf Kreuzfahrt in der Karibik und Mittelamerika unterwegs. Für ihn als beidseitig betroffenen Anwender (Knieexartikulation links, Unterschenkel-amputation rechts) war das eine besondere Erfahrung – im positiven Sinne.

In nur 14 Tagen bereiste er 11 Länder.
Mit auf der Agenda standen unter anderem: Regenwald, Maya-Tempel, Schnorcheln, Sandbänke, lange Busfahrten und tropisches Klima.

„Ich hatte gefühlt keine Einschränkungen. Kein einziges Mal das Gefühl,
etwas verpassen zu müssen.“ so Steven.

Da es für Steven das erste Mal war, eine so weite Reise mit Prothesen zu unternehmen, war eine Kreuzfahrt für ihn ein „sicherer Hafen“. Statt ständig Hotels wechseln oder Koffer transportieren zu müssen, blieb das
Schiff die zentrale Basis für Tagesausflüge aufs Festland.

Steven beim Aufstieg zum Puma-Wasserfall

Dabei spielte für ihn auch der Sicherheits-aspekt eine große Rolle. Im Notfall hätte Steven direkt medizinische Versorgung an Bord erhalten. Zudem waren die Wegstrecken insgesamt kürzer und Pausen jederzeit möglich – bei gleichzeitigem Komfort, jeden Tag neue Orte entdecken zu können.

Reisen mit Prothese im Flugzeug

Das Reisen mit Prothese – besonders beim Fliegen – kann manchmal
stressig sein. Deshalb ist eine gute Vorbereitung besonders wichtig.

Ein praktischer Tipp aus Stevens Reiseerfahrungen lautet:

„Kurze Hose tragen.“

Was zunächst witzig klingt, erleichterte ihm vieles. Sicherheitskontrollen
verliefen oft unkomplizierter, das An- und Ausziehen der Prothesen war
einfacher und Mitreisende sowie das Personal reagierten meist sehr hilfsbereit.

Gerade bei einem elfstündigen Flug nach Jamaika war das für ihn ein echter Komfort-gewinn, berichtet Steven.

Außerdem empfiehlt Steven, wenn möglich mehr Beinfreiheit zu buchen, sich während des Fluges regelmäßig zu bewegen und bei Bedarf die Prothesen zeitweise auszuziehen.

Hitze und Strand – funktioniert das überhaupt?

Eine der größten Fragen vieler Betroffener betrifft Wasser, Sand und tropisches
Klima.

Beim Schnorcheln

Stevens Erfahrung:
„Meine beidseitige Versorgung hat Salzwasser, Sauna, Regenwald-Hitze
und lange Ausflüge problemlos mitgemacht.“

Ob Schnorcheln in Belize, Begegnungen mit Stachelrochen auf den Cayman Islands, Katamaran-Touren auf Barbados oder einfach entspanntes Chillen am Strand – die Versorgung hielt allen Belastungen stand.
In Belize testete Steven erstmals den „Gehen-im-Wasser“-Modus seines Genium X4-Gelenks beim Schnorcheln im offenen Meer – und war begeistert.

Sein Fazit:
„Ab diesem Moment war klar: Bei jedem weiteren Stopp wird geschnorchelt – mit Prothesen.“

Bleibende Momente

Neben den technischen Erfahrungen beschreibt Steven vor allem emotionale
Momente. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Maya-Tempel
in Mexiko:

„Ich wollte schon so lange die Maya-Tempel sehen. Und trotz Behinderung, trotz Prothesen, bin ich durch den Dschungel gelaufen und habe mir den lieben langen Tag die Tempel angeschaut.“

Steven vor den Maya-Tempeln

Ebenso prägend war die Wanderung im Regenwald von Costa Rica: 350 Stufen bergauf bis zum Puma-Wasserfall. Anstrengend, schweißtreibend –
aber machbar.

„Wenn mir das jemand vor 13 Jahren im Krankenhaus gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt.“

Was mit der richtigen Versorgung möglich ist

Stevens Reise zeigt eindrucksvoll, dass eine Prothese nicht bedeutet, auf Freiheit, Abenteuer, Fernreisen oder spontane Erlebnisse verzichten zu müssen. Entscheidend ist eine Versorgung, die individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt ist und sowohl im Alltag als auch unter besonderen Belastungen zuverlässig funktioniert.

Wir bedanken uns herzlich bei Steven für das Teilen seiner persönlichen
Reiseerfahrungen!

Sein Bericht zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Selbstbewusstsein,
Technik, Versorgung und Vertrauen zusammenkommen.

Prothesen-Checkliste: Reisen mit Prothese

Für eine gelungene und entspannte Reise lohnt sich eine gute Vorbereitung. Denn eine Prothese kann sich in ungewohnter Umgebung aufgrund anderer
Bedingungen – wie beispielsweise Luftfeuchtigkeit oder Temperaturen – anders verhalten. Ebenso können zusätzliche Belastungen entstehen, etwa durch
vermehrte Bewegung oder längere Aktivitäten.

Für uns Grund genug, eine kleine Prothesen-Checkliste für Deine nächste Reise zusammenzustellen:

Vor der Reise

Wetter- und Klimabedingungen des Ziellandes berücksichtigen
Prothese technisch überprüfen lassen / Wartungsintervalle
Stumpf kontrollieren: Druckstellen, Volumenveränderungen etc.
Ersatzteile mitnehmen, z. B. Wechselliner, Kniekappe,
Ersatzventil/-Pin oder Stumpfstrümpfe
Klebeband für kleinere Reparaturen sowie Polstermaterial
zum Volumenausgleich einpacken
Hautpflegeprodukte nicht vergessen
Kontaktdaten des heimischen Orthopädietechnikers notieren
Dokumente & ärztliche Bescheinigungen mitführen (analog/digital)
Auslandskrankenversicherung prüfen
Ladegeräte/Akkus einpacken und Prothese vollständig aufladen
evtl. an Steckdosenadapter denken
Informieren, ob es Versorgungsmöglichkeiten im Zielland gibt
Reiseapotheke mit Desinfektionsmittel und Pflastern zusammenstellen
Bei Buchungen auf Barrierefreiheit achten
Falls notwendig: Krücken, Rollstuhl oder Ersatzprothese mitnehmen
Wichtige Telefonnummern und Notfallkontakte abspeichern

Besonders hilfreich unterwegs

Wechselkleidung griffbereit haben
 Bei hoher Hitze häufiger Hautkontrollen durchführen
Nach Strandbesuchen Sand und Salzwasser gründlich entfernen
Kleines Handtuch für Liner und Haut mitnehmen
Anziehhilfespray lieber doppelt einpacken
Eingetragene und bewährte Liner verwenden
Kurz vor der Reise keine neuen Komponenten testen
Genügend Pausen mit Sitzmöglichkeiten einplanen
Ausreichend trinken
Prothese regelmäßig reinigen

Beim Fliegen

Vorab bei der Fluggesellschaft über Unterstützungsmöglichkeiten und
Regeln zur Mitnahme von Hilfsmitteln (z. B. Badeprothesen) informieren
Frühzeitig am Flughafen sein, um Stress zu vermeiden
Geheimtipp von Steven: kurze Hose tragen
Nach Möglichkeit einen Gangplatz wählen
Einen „Prothesenpass“ vom Orthopädietechniker ausstellen lassen
Wenn möglich, mehr Beinfreiheit buchen
Während des Fluges regelmäßig bewegen
Handgepäck mit Ersatzteilen (Ladegerät/Kniekappe…) vorbereiten
Prüfen, ob Mobilitätshilfen am Flughafen verfügbar sind